Donnerstag, 20. September 2012

Vacasiones


Hola,

Nachdem ich mich schon lange nichts mehr von mir hören ließ, habe ich nun endlich mal wieder etwas Zeit gefunden um meinen Blog weiter zu führen. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, geschieht hier so einiges. Nach dem eigentlichen Erdbeben oder auch terremoto gab es noch sehr viele kleinere Beben sogenannte temblor, was wir im deutschen mit einem zittern übersetzen würden. So werden hier eben die  Erdbeben bezeichnet, die einen Wert unter  6.0 auf der Richterskala haben. Von denen gab es hier reichlich viele, immer mal wieder. Ich selbst habe sie aber nie wahrgenommen. Auch wenn manche einen Wert von 5.6 hatten. Entweder befande ich mich zu dieser Zeit in meinem Bett oder ich war auch mal im Meer. Najaaa, meine Gastfamilie ist mal paar Tage nach dem Beben zu dem Epizenturm in Samara gefahren. Es war wirklich so gut wie nichts. Lediglich einen Erdrutsch sowie eine Blechhütte die zusammengestürzt ist. Also da merkt man mal wieder wie die Medien immer übertreiben müssen. Liberia ist eines der stabilsten Gegenden, was Erdbeben angeht. Das liegt daran, dass der Untergrund hier sehr fest ist und es seit ein paar Jahren neue Statikvorschriften gegeben hat. Hmmm achja der Vulkan hier ist angerissen, aber so wie es aussieht besteht kein Grund zur Sorge. In Nicaragua ist der Vulkan am rauchen, - es wurden mehrere Tausende evakuiert. Aber ich glaube das hat sich auch wieder gelegt. Dies ist nämlich auch schon wieder 1-2 Wochen her. An meiner Schule sind gerade für eine Woche Ferien. Meine Schule ist einer der wenigen, die diese Ferien hat. Am 15. September war Nationalfeiertag. Es gab viele Paraden und es wurde kräftig gefeiert. Aber für die Ticos ist irgendwie der ganze Monat Nationalfest. :)
Hmmm sonst finde ich die Schule etwas langweilig, vor allem weil eigentlich nie so richtig intensiv gearbeitet wird. In Sachen Mathe sind die Ticos oder bzw. die Schule hier unserem deutschen Standart ganz klar überlegen. Sie bearbeiten nämlich Universitätsstoff. Mit den anderen Fächern komme ich eig. so weit ganz gut zurecht. Mit dem Spanisch wird es so langsam auch immer besser. Ich verstehe eigentlich so gut wie alles, zwar nicht alle Vokabeln, aber die kann man sich auch etwas zusammenreimen. Vom Sprechen her ist es noch etwas schwieriger, zwar kann ich eigentlich alles sagen was ich möchte, beschweren...Aber ja ich merke, dass auch dies einen Vorschritt macht. Einen kleinen Nachtteile habe ich halt in der Hinsicht, dass ziemlich viel Englisch mit mir gesprochen wird. Es ist halt immer schneller und einfach etwas in Englisch zu erklären.. als dann in Spanisch, was ich dann aber nicht immer ganz verstehe. Ich denke ich werde jetzt einfach einen Cut machen müssen und meinem Umfeld sagen, dass ab nun an nur noch Spanisch gesprochen wird. - Punto!
Morgen geht es auf die Farm zum Reiten :D Ich sag euch, dass kann was werden.. Cowboy Luggii macht das Weideland unsicher!



Wie ihr sehen könnt geht es mir ganz gut. 

                                                              Peace and Love!


Donnerstag, 6. September 2012

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, hat sich gestern ein schweres Erdbeben hier in Costa Rica ereignet. Die Experten sprechen von einer Stärke von rund 7,6. Das Epizentrum lag ca 10km östlich der Stadt Hojancha. Die Erdbebenwarte Costa Ricas RSN erklärte, dass das Beben um 8.42 Uhr wegen der Subsumtion (Unterschiebung) der Coco-Platte unter der Karibik-Platte. Die Tsunamiwarnung wurde nach mehreren Stunden zurückgestuft. In San Jose kam es zu Stromausfällen, mehrere Gebäude mussten evakuiert werden. Ich befand mich zu dieser Zeit in der Schule. Es war schon etwas komisch. Denn ich habe noch nie ein Erdbeben so stark wahrgenommen. Alles hat gewackelt. Schnell haben alle das Gebäude verlassen und sich draußen auf einer großen Grünfläche versammelt. Das Beben dauerte ca 30 Sekunden. Informationen hatte keiner. Als erstes hatte ich in meinem Handy auf einer Costa Ricanischen Nachrichtenseite nach Informationen suchen wollen. Dann bin ich auf CNN und NTV gegangen. Dort waren sofort News. Es hat fast 1 Stunde gedauert, bis man etwas in den Costa Ricanischen Nachrichten über das Beben gehört hatte. Die Leute haben es ziemlich gelassen genommen, da es anscheinenden keine Seltenheit ist und es öfters mal zu solchen Beben kommt. Manche dagegen waren ziemlich aufgebracht, z.b. die, die Kontakt zu den Eltern hatten, die sich in der Nähe des Epizentrum befanden. 
Jaaaa ich habe das Beben soweit gut überstanden. Lediglich liege ich nun mit hohem Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost bei knapp 32C° im Bett. -Guuut!
Naja ich hoffe, dass ich bis zum Wochenende wieder fit bin. 



das war einmal ein Haus








Der Strand nach dem Beben

Donnerstag, 30. August 2012

Puraa Vidaaaa

Hallo Leute,
sorry das ich sooo lange nichts mehr von mir hören lies. Die Leute die mich besser kennen, wissen aber, dass es mir in dem Fall gut geht ;) Jaaa, hier ist so einiges los. Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll. Letztes Wochenende bin ich mit 2 Freunden von meiner Schule zu ein paar Kolleginnen gegangen, deren Großeltern ein Haus direkt am Strand haben. Haus ist etwas übertrieben. Hütte trifft es wohl eher. HAHAA Naja aber in den 4-5 Wochen in denen ich nun hier bin habe ich ja schon gemerkt, dass die Unterkunft nicht so wichtig ist, Hauptsache man hat ein Bett und nette Leute um sich. Ja wir wurden da ziemlich nett empfangen mit richtig gutem Essen usw. Nach einem anstrengenden Tag auf den Surfbrettern ging es dann in die "Stadt" Hahaha guter Witz,dachte ich...
Wenn es hoch kommt 100 Einwohner :) Naja, da war eine Art Reagge Party. War ganz amüsant, auch wenn es sozusagen einen Haufen voll Leute, die in einer Haschischwolke tanzten.
Auch wenn ich keinerlei Tanzerfahrungen in Sachen Samba, Meringue...hatte, haben die Mädchen mir das ziemlich schnell beibringen können :)))
Die Mädchen hier in Costa Rica können aufjedenfall den Mädchen aus Deutschland so einiges in Sachen Hüftschwung, etc vormachen.
Najaa nach einem langen Abend und einer kurzen Nacht ging es wieder auf die Bretter. Wir sind dann zu einem anderen Strand gefahren an dem weit und breit niemand war. Außer noch ein paar wenige andere Surfer. Die Wellen dort waren schon ziemlich anspruchsvoll!!! Schwimmen würde bei diesen Wellen keiner mehr gehen. Naja dieses Wochenende werde ich mir wahrscheinlich ein Board kaufen. Sind nicht wirklich billig die Dinger..kommen so auf ca 400-500€
Ahhh ich habe noch etwas vergessen zu erwähnen... die Fahrt zu dem Strand war der Hammer! Flussdurchquerungen, Kühe auf der Straße, Affen in den Baumkronen etc. - war alles dabei.
Die Schule die ich besuche ist eine Privatschule. Das Niveau ist echt hoch. Ich würde mal sagen höher als bei uns. Manche Fächer sind wiederum um einiges leichter. Über den Sportunterricht würde bei uns so manch einer sich vor Lachen nicht mehr bekommen. 2 Runden rennen, komische Sportübungen ohne Körperspannung... Mein Sportlehrer fragte mich wieso ich nicht schwitze. Ich hab ihn dann gefragt ob das eigentlich der Sportunterricht oder eine Tanzstunde ist.
Ihr hättet sein Gesicht sehen müssen. Er war baff!!!!
HAHAHAHAA
Jaa in der Schule habe ich nen neuen Spitznamen bekommen...
"Luca the womanizer" :D jajajajajaa
Hmm was gibt es sonst noch zu erzählen... Habe nun angefangen mit Vokabeln lernen. Ich führe nun ein Buch in dem ich alle Wörter die ich auf Spanisch wissen will, bzw. Wörter die ich für meinen Sprachgebrauch als wichtig empfinde. Bin nun bei knapp 800 Worten. Nun kann auch ich das spanisch "R" rrrrrrrrrrroolllleeeen. Wird hier nämlich oben vor den Schneidezähnen und nicht wie bei uns im Rachenraum gebildet. Hat etwas Übung und Zeit gekostet. An sich ist die Sprache nicht all zu schwer. Es ist halt erstmal wichtig einen kleinen Grundwortschatz aufzubauen.
Die Kosten für Lebensmittel etc. habe ich etwas mager kalkuliert. Aber es waren nun natürlich auch viele Kosten auf einmal. Schuluniform, Mittagessen an der Schule, Pflegeartikel, Schuhe,... es läppert sich. Aber ich denke jetzt kommen noch 2 teure Anschaffungen in dem Jahr: Surfbrett und mein Bus :))
Die Durchschnittstemperatur liegt bei ca. 30 Grad. Dafür das nun Winter ist, ist das echt hoch. Aber es geht, man gewöhnt sich dran. Zwar kann ich noch nicht ohne Ventilator schlafen. Auch die Klassenzimmer sind alle klimatisiert.
Auch wenn ich immer noch nicht bei meiner richtigen Familie bin und es mit der Agentur ein paar Schwierigkeiten gibt, geht es mir trotzdem ganz gut.
Ahhhh und ganz oben könnt ihr euch mein Webalbum anschauen. Da werde ich immer mal wieder Bilder hochladen. Einfach eins der kleinen Bilder anklicken.


Donnerstag, 16. August 2012

Welcome to Liberia

Hallo Volk,
nach einer 3 1/2 stündigen Autofahrt bin ich endlich in Liberia angekommen. Die Autofahrt da hin war echt aufregend, und ich mir überlegt hatte, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn ich mit dem Boot gegangen wäre :D Es hat nämlich wie aus Eimern geschüttet. Trotz alldem habe ich einen tollen Einblick in das Land bekommen. Momentan bin ich dort immer noch nicht in meiner richtigen Gastfamilie, also wieder in einer "temporary family". Dies ist aber nicht weiter schlimm, wie ich finde, weil diese auch total nett ist. Das Haus ist mitten im Zentrum von Liberia. Liberia ist eine Stadt mit ca 45 000 Einwohnern, also nicht all zu groß, jedoch für costa-ricanische Verhältnisse wiederum auch nicht klein. Heute hatte ich meinen ersten Schultag. Die Schule ist echt klasse. Ein ca 4 Hektar großes Gelände mit einem großen Schwimmbecken, klimatisierten Klassenzimmern und allgemein sind die ganzen Mitschüler echt nett. Ich bin momentan in der 10th Klasse. Ich bin zwar der älteste aber das ist nicht weiter schlimm. Falls es mir zu leicht werden sollte, kann ich jederzeit eine Stufe höher. Das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer ist echt entspannt. Eher so eine Kumpelebene, jedoch fehlt es nicht an Respekt. Wie auf allen Schulen in Costa Rica herrscht auch bei der Academia Teocali eine strenge Kleiderordnung, an die sich jeder zu halten hat. Schuluniform, Hemd in der Hose, Lederschuhe sind ein MUSS!
Eine echte Umstellung, was ich aber nicht weiter schlimm finde. Wie ich mir schon fast gedacht habe, zieht man als so ziemlich einziger blonder eine große Aufmerksamkeit auf sich. Nicht nur die ganzen Mädchen wollen sich mit mir abgeben, sondern auch die Jungs, die eine Runde Soccer oder Basketball spielen wollen. Die Schule ist bilingual, sprich zweisprachig. Spanisch und Englisch versteht sich. Das Schulniveau ist echt hoch, was ich echt nicht gedacht hätte.
Die Schule ist ca 2,5 Kilometer von meinem jetzigen Standtort entfernt. Nun bin ich auf der Suche nach einer Gastfamilie. Ich denke das wird aber nicht all zu schwierig werden. Zum Meer brauch ich momentan ca 30Minuten. Zu den bekannten Beaches wie Playa Grande, Tamarindo oder Flamingo allerdings fast 1 Stunde. Doch trotz dieser Entfernung gibt es hier viele Surfer, auch aus meiner Klasse, an die mich hängen kann, welche mir auch angeboten haben mich mitzunehmen. Nun stellt sich noch die Frage wo meine Gastfamilie sein soll.... Ich habe welche aus der Klasse, die fast eine Stunde entfernt sind und mit dem Bus kommen. Das ist hier ziemlich üblich, da die Schule echt gut ist. Vielleicht entscheide ich mich ja doch noch aus Liberia zu gehen und noch etwas näher an den Strand. Und von dem angeblichen Winter spürt man eher das Gegenteil. Ohne Ventilatoren, etc kann man bei knappen 33° einfach nicht schlafen.
Mit der Platzierung lass ich aber mal noch offen. Wichtig ist ja schließlich, dass die Familie nett ist.

Montag, 13. August 2012







Markt in Heredia. Länge ca 3km. Hier bekommt man wirklich alle Früchte und Gemüsesorten die man sich so vorstellen kann. Auch viele exotische Früchte. Und das Aroma von den Bananen oder Ananas kann man keineswegs mit denen vergleichen, die man bei uns in Deutschland kaufen kann. Ahh wie ihr sehen könnt, habe ich mir noch ein Longboard zugelegt. Die sind hier ziemlich angesagt und recht praktisch, denn man hat so ein schnelles und stylisches Fortbewegungsmittel. Doch sollte man diese Boards echt nicht unterschätzen, denn sie können eine wahnsinnige Geschwindigkeit aufbauen. Und das bremsen ist nicht so leicht, wie man es z.B. bei einem normalen Skateboard gewohnt ist. 
Longboarden ist sozusagen eine kleine Alternative zum Surfen, allerdings auf dem Land ;)
Ah auf dem Markt hatte mich noch ein ältere Mann, ca 70+ angesprochen. Erst auf Englisch und später hat sich herausgestellt, dass er auch Deutsch spricht. Er kommt aus den USA und wohnt in Florida. Er hat eine Art Ferienhaus in Costa Rica. Als ich ihn fragte, wieso er so gut deutsch spricht, antwortete er, dass er in Deutschland stationiert war. Er hat ziemlich von Deutschland geschwärmt, doch er meinte, dass die Deutschen in Sachen Sport nicht mehr so mitziehen wie früher. Er begründete dies, damit, dass die deutschen Sportler zu viel Geld bekommen. Womöglich ist da etwas dran. Er hat mir noch etwas darüber erzählt, wie es hier so in Costa Rica ist und das hier viele Bandidos rumlaufen :D
Er hatte gemeint, dass wenn er auf dem Markt einkaufen geht, zahlt er immer ca 40% mehr als seine Freundin. Aber auch die teuren Lebensmittelpreise kann er sich nicht ganz erklären. Er wollte mir noch einen Kaffe ausgeben, was ich aber ablehnen musste.
Sooooooooooooooo, so wie es aussieht, komme ich morgen endlich nach Liberia. Ich bekomme aber nachher nochmal einen Anruf von Mauricio, dem Koordinator vor Ort. Er wird mir noch die ganzen Details usw. sagen und dann kann es auch schon bald mit dem Richtigen Surfen losgehen :))))))
..........ja Schule auch....
Eigentlich unvorstellbar aber eigentlich freue ich mich auch ein bisschen auf die Schule.